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-=- Kapitel 9: Vulnona -=-
Ich war völlig erschöpft. Schon mich aus dem Eis zu befreien hat mich eine Menge Energie gekostet, doch der Angriff von Snibunna hat mir den letzten Rest gegeben. Mir tat alles weh und ich wusste nicht, ob ich noch einmal aufstehen konnte. Ich schaffte es gerade, meine Augen offen zu halten und zu sehen, wie Snibunna langsam auf mich zukam. Es machte sich nicht mehr die Mühe, aus dem Nichts aufzutauchen und mich zu überaschen, ich könnte eh nicht mehr ausweichen. Meine Beine hatten keine Kraft mehr und würden micht nicht mehr tragen. Jetzt war alles aus.
Plötzlich hallte eine Stimme durch meinen Kopf. War das Kim die da sprach? Ich konnte sie nicht zuordnen. Alles kam mir nur noch so verschwommen vor. Müde schloss ich die Augen. Ich hatte meinen Kampf gekämpft und verloren. Hoffentlich würde Kim mir verzeihen.
Etwas schlug neben mir zu Boden und ich fühlte eine angenehme Wärme, die mich durchströmte. Sie vertrieb die Schmerzen und gab mir neue Kraft. Außerdem war da noch was anderes. Es ging eine merkwürdige Kraft von dem Gegenstand aus, die schwer zu beschreiben war. Was war das? Die Energie durchströmte mich und gab mir eine unheimlich große Power. Mein Körper wuchs, die Beine wurden kräftiger und länger und es wuchsen mir zwei neue Schwänze. Außerdem bemerkte ich, dass die Flamme über meinen Herzen größer geworden war, die Flamme, die mir meine Feuer-Attacken ermöglichte. Würden meine Attacken jetzt mehr Schaden anrichten? Es gab nur eine Möglichkeit, um das herauszufinden. Mit neuer Kraft öffnete ich meine Augen und stand auf. Snibunna würde noch sein blaues Wunder erleben!
"Schnell Kuna, den Flammenwurf!", rief Kim. Ein mächtiger Feuerstrahl schoss aus meiner Schnauze und hüllte das Snibunna ein, das zu verblüfft war, um noch auszuweichen. Die Flamme war heller und heißer als vorher und ich konnte die Attacke länger aufrecht erhalten. So fühlte es sich also an, wenn man sich entwickelt hatte. Ich habe es sonst nur von anderen Pokemon gehört, doch ich hätte nie geahnt, dass es sich so klasse anfühlen würde. Snibunna konnte einpacken, egal wie flink es war. Denn auch ich war schneller geworden. Der Kampf fing gerade erst an.
Kim hatte Tränen in den Augen, als Kuna sich mit neuer Kraft wieder aufrappelte und das Snibunna grillte. Sie hatten also doch noch eine Chance. Jetzt hieß es, schnell zu handeln, bevor der Gegner sich von seinem Schock erholt hatte. Der Mann im schwarzen Anzug war leichenblass geworden und ihr Vater hatte schmunzelnd die Mundwinkel nach oben gezogen. "Setz mit Ruckzuckhieb noch eines drauf!", rief Kim und Kuna unterbrach sofort die Flammenwurf-Attacke, um im zickzack auf die Mitte der Flammen zuzurennen. Das Snibunna war wohl durch die Feuer-Attacke noch zu benommen, denn der Ruckzuckhieb traf voll ins Schwarze.
Kuna nahm ein wenig Abstand zu dem Gegner und stellte sich wieder kampfbereit hin, die Zähne gefletscht. Sie sah so schön aus mit ihrem cremeweißen Fell, das wie Seide glänzte. Ihre neun Schwänze zuckten unruhig hin und her und warfen tanzende Schatten an die Wand. Währenddessen hatte sich das Snibunna wieder aufgerappelt und spreizte drohend die Klauen. Mit Kampfgeschrei stürmte es auf Kuna los. "Pass auf!", warnte Kim, doch das Pokemon war schon von allein ausgewichen und verpasste dem Snibunna noch eine Kopfnuss. Kunas Reflexe schienen durch die Entwicklung auch zugenommen zu haben, obwohl es jetzt viel größer war. Mit Snibunna würde es jetzt mit Leichtigkeit fertig werden, da war sich Kim sicher.
Die Kopfnuss schleuderte Snibunna bis vor die Füße seines Trainers. Doch es schien immer noch nicht genug zu haben, denn es rappelte sich wieder auf und griff erneut an. Als ich noch ein Vulpix war, konnte ich es nur noch als schwarzen Schemen erkennen, doch jetzt sah ich es klar und deutlich auf mich zurasen, die todbringenden Klauen weit gespreizt. Ich wartete noch bis es kurz vor mir war, bevor ich mich mit aller Kraft vom Boden abdrückte, um über es hinüberzuspringen. Es schien damit gerechnet zu haben, denn im nächsten Moment war es über mir und schickte mich mit einem Schlitzer zurück auf den Boden, wo ich hart aufprallte. Keine Sekunde später war es wieder vor mir und wollte mir den nächsten Schlitzer verpassen. Ohne auf eine Anweisung von Kim zu warten, öffnete ich die Schnauze und entfesselte einen mächtigen Flammenwurf, der Snibunna mitriss und gegen die Wand schleuderte. Erschöpft richtete ich mich wieder auf. Das Snibunna regte sich nicht mehr, die Feuer-Attacke war für das Eis-Pokemon wohl zuviel gewesen. Stolz blickte ich zu Kim. Wir haben es geschafft.
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